Gewalt vermeiden – stark werden

Streit und Gewalt liegen im Kinder- und Jugendalter noch dicht beieinander. Streit ist für Heranwachsende ein wichtiger Entwicklungsprozess, um die eigene Meinung zu vertreten, gegen Ungerechtigkeiten anzugehen, Kompromissbereitschaft zu lernen und Grenzen auszuloten. Schnell wird über das Ziel hinausgeschossen und es kann zu verbaler und körperlicher Gewalt kommen.

Es ist jedes Jahr wieder beeindruckend, wie intensiv sich unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen des vernetzten Unterrichts mit den Themen Streit, Gewalt und Gewaltvermeidung auseinandersetzen. Das Thema „Gewalt vermeiden – stark sein“ soll für Gewalt sensibilisieren, Zivilcourage und Selbstbewusstsein fördern sowie dabei helfen, Gewalt zu vermeiden und friedliche Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln.

Als Expertenteam haben uns die Fachkräfte der Präventionsstelle der Polizeiinspektion Osnabrück wertvoll unterstützt. Herr Meyknecht und Herr Kronemeyer haben über das Thema „Straftaten durch Jugendliche und Gang eines Strafverfahrens“ aufgeklärt, um die Heranwachsenden vor unüberlegten Handlungen zu schützen.

Das Puppentheater „Ein starkes Stück“ vom Präventionsteam mit Frau Stolze und Frau Klefoth-Seidel wurde von den Klassen mit größter Aufmerksamkeit verfolgt und anschließend intensiv besprochen. „Ein starkes Stück“ richtet sich gegen häusliche Gewalt und ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, Wege aus der häuslichen Gewalt zu erarbeiten und vielfältige Hilfsangebote kennen zu lernen.

Bei den Einheiten zu Deeskalation, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung mit Schulsozialpädagoge Christoph Weiß wurde schnell deutlich, dass es viele Weg gibt, sich ohne Gewalt zu wehren und zu schützen. Bevor es im Streitfall fast automatisch zum Einsatz von Gewalt kommt, ist es wichtig, einmal durchzuatmen, kurz zu überlegen und dann eine friedliche Lösung zu wählen.

 

Christoph Weiß