Unser pädagogisches Konzept

Den Sockel bildet das christliche Menschenbild. Auch wenn Schule sich ständig verändert, immer neue Reformen, Ideen und Konzepte den Unterricht beeinflussen, behalten wir stets die Hauptfrage im Blick, wie Gott den Menschen sieht und was aus seiner Sicht für die Entwicklung der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen gut ist.

Hauptanliegen ist es, die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Lebens- und Lernweg bestmöglich zu begleiten und zu unterstützen. Das Lernen-Wollen gehört zum Wesen des Menschen – Vertrauen zwischen Lehrern und Schülern ermöglicht eine innere, emotionale Bereitschaft zum Lernen und bietet eine stabile Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Allem zugrunde liegt das methodische Spiralcurriculum, welches im schuleigenen Methodenlexikon niedergeschrieben wurde. Jede/r Schüler/in durchläuft in seiner Zeit an der TMS das stete Methodenlernen und kann zum Ende seines Schullebens auf ein breites Spektrum an methodischen Kompetenzen zurückgreifen.

Jede Woche beginnt montäglich mit dem Morgenkreis. Dieser wird vom Klassenlehrer und den Schülern selbst vorbereitet und gestaltet. Das Kirchenjahr, aber auch aktuelles Zeitgeschehen oder Themen, die den Schülern am Herzen liegen, sind Inhalte dieser Stunde, die fest im Stundenplan verankert ist.

In der fünften Klasse kommen unsere neuen Schüler*innen in Ruhe an und können (offenes Angebot), aber müssen nicht am Nachmittag in die Schule.
In den Jahrgängen sechs bis zehn trifft sich jedoch jede Klasse verpflichtend an einem Schulnachmittag zum Klassenlehrerunterricht (KLU).
Diese 70 Minuten in jeder Woche sind fest für jede Klasse im Stundenplan verankert und werden einzig und allein als Zeit für die Klassengemeinschaft genutzt.
Hier ist Zeit und Raum für organisatorische Dinge, Klassengeschäfte oder den Rückblick auf die laufende Lernwoche sowie aktuelle Themen, aber auch Demokratiebildung, Mobilitäts- und Umwelterziehung.
So bekommt jede Klasse eine feste Struktur, einen Rahmen, der die Klassengemeinschaft trägt und einen gemeinsamen Austausch neben dem “normalen” Unterrichtsalltag ermöglicht sowie dazu anregt.

Im vernetzten Unterricht finden pro Jahrgang ein bis zwei festgelegte Themen Raum. Er stellt die zu behandelnden Inhalte ganzheitlich und vernetzt dar. Im Mittelpunkt steht ein Unterrichtsthema, an dem längere Zeit, oft sogar über mehrere Wochen hinweg, in verschiedenen Fächern gearbeitet wird. Ein gemeinsamer Auftakt sowie Abschluss für alle beteiligten Klassen eines Jahrgangs bilden auch hier einen verlässlichen Rahmen. Für jedes vernetzte Thema gibt es ein bis zwei verantwortliche Lehrer, die sich unter anderem auch darum kümmern, Experten einzuladen, Unterrichtsgänge zu organisieren, außerschulische Lernstandorte zu besuchen usw.

Selbstverantwortliches, selbstständiges Lernen, die freie Selbsteinteilung von Zeit und thematischer Arbeit, die freie Materialwahl, auch die inhaltliche Differenzierung findet vor allem im Rahmen des neu integrierten MORUS-Konzepts (Modular ORganisierte UnterichtsStunden) Raum im Unterricht unserer Schule. Das selbstverantwortete Arbeiten in vielfältiger Weise hier gefördert und die unterschiedlichen Möglichkeiten der Schüler*innen entsprechend berücksichtigt. Es gilt, flexibel auf die sehr heterogene Schülerschaft einzugehen.

Es geht darum, die Schüler*innen auf das unabdingbare selbstständige Handeln in ihrer privaten und beruflichen Zukunft vorzubereiten. MORUS ist ein Pilotprojekt im Rahmen der TMS-Schulentwicklung @tms, das zunächst in den Jahrgängen 5-7 etabliert werden soll. Hierbei ist MORUS mit 10 Stunden in der Woche bei zwei Stunden am Tag (alle Klassen eines Jahrgangs haben zur gleichen Zeit MORUS) ein fester Bestandteil der Stundentafel und deckt verschiedene Fächerkombinationen ab.

Hier geht es zum Flyer

MORUS - Modular organsierte Unterrichtsstunde

Das pädagogische Konzept „MORUS“ fördert eigenständiges, verantwortungsbewusstes und individualisiertes Lernen. Ziel ist es, Schüler:innen frühzeitig an selbstorganisierte Lernprozesse heranzuführen und sie dabei zu unterstützen, Verantwortung für den eigenen Lernfortschritt zu übernehmen.

Im Mittelpunkt steht eine täglich stattfindende, modular organisierte Lernzeit, in der die Schüler:innen an Materialien arbeiten, die die Fachlehrkraft bereitstellt. Nach einer schrittweisen Einführung lernen die Kinder, ihre Lernzeit eigenständig zu planen, Prioritäten zu setzen und ihr Lerntempo individuell anzupassen.

Das Konzept berücksichtigt die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schüler:innen und ermöglicht differenziertes Lernen: Jede:r arbeitet im eigenen Tempo und erhält bedarfsgerechte Unterstützung durch die Lehrkräfte. Gleichzeitig werden Kompetenzen wie Selbstorganisation, Zeitmanagement und Eigenverantwortung aufgebaut, die für erfolgreiches Lernen und die Anforderungen der Zukunft zentral sind.

Ein besonderer Bestandteil des Konzepts ist das motivierende „Haustier-System“. Verschiedene Tiere symbolisieren unterschiedliche Stufen der Selbstständigkeit und Lernfreiheit. Je nach individuellem Entwicklungsstand erhalten die Schüler:innen erweiterte Möglichkeiten hinsichtlich ihrer Lernorte und Arbeitsformen. Regelmäßige Gespräche mit den Lehrkräften begleiten diesen Prozess, fördern die Reflexion des eigenen Lernverhaltens und unterstützen die persönliche Weiterentwicklung.

Das MORUS-Konzept versteht Lernen als dynamischen Prozess, der kontinuierlich weiterentwickelt wird. Dadurch entsteht eine lernförderliche Umgebung, die sowohl Orientierung als auch Freiräume bietet und die Schüler:innen auf selbstständiges Lernen in ihrer weiteren Schullaufbahn vorbereitet.

Lebt nur an Land

Ich arbeite im Klassenraum. Für Inputs und Fragen zu einem Thema darf ich in Absprache mit der Lehrkraft in einen anderen
Klassenraum gehen.

Ich nehme an jedem Input im
Klassenraum teil. Weitere Inputs darf ich nach
Absprache besuchen.

Lebt überwiegend an Land, kann aber auch schwimmen

Ich arbeite im Klassenraum.  
Für Inputs und Fragen zu einem Thema darf ich in einen anderen Klassenraum schwimmen.

Ich nehme jede Woche
an mindestens einem
Input teil und entscheide selbst an welchem.

Kann gut schwimmen und tauchen, muss
aber immer wieder an Land.

Ich darf für einen längeren, mit der Lehrkraft abgesprochenen Zeitraum im Lichthof oder Flur arbeiten. Zum Ende einer jeweiligen Stunde komme ich in den Klassenraum zurück. Ich achte darauf, dass ich immer wieder im Klassenraum lerne.

Ich nehme jede Woche an mindestens einem Input teil und entscheide selbst an welchem.

Lebt im Wasser und an Land

Ich kann frei wählen, ob ich
im Klassenraum, Lichthof oder im Flur arbeite.

Ich nehme jede Woche
an mindestens einem Input teil und entscheide selbst an
welchem.

Lebt an Land, im Wasser
und in der Luft

Ich darf meinen Arbeitsplatz auf dem Schulgelände frei wählen und entscheide selbst, ob ich an Inputs teilnehme.