Wie kann Schule heute Kinder und Jugendliche wirklich auf ihre Zukunft vorbereiten? Welche Kompetenzen brauchen junge Menschen in einer sich wandelnden Welt? Und wie muss sich Lernen dafür verändern?
Mit diesen Fragen beschäftigten sich am 6. Mai mehr als 100 Lehrerinnen und Lehrer, Schulleitungen und pädagogische Mitarbeitende aus der Region in der Aula der Thomas-Morus-Schule. Eingeladen hatten das Lehrerkompetenzzentrum Osnabrück sowie OSIA – Osnabrücker Schulen im Aufbruch. Gemeinsam ermöglichten sie mehrere Vorträge und Fortbildungen mit Stefan Ruppaner in Osnabrück – unter anderem an der Thomas-Morus-Schule, an der Realschule Georgsmarienhütte sowie an der Universität Osnabrück.
Stefan Ruppaner, ehemaliger Schulleiter der vielfach ausgezeichneten Alemannenschule Wutöschingen, gilt bundesweit als wichtiger Impulsgeber für moderne Schulentwicklung. Im Mittelpunkt seines Vortrags stand die sogenannte „Schmetterlingspädagogik“ – ein Lernverständnis, das Schule konsequent vom Kind aus denkt. Lernen soll dabei nicht nur den Kopf erreichen, sondern auch Herz, Haltung, Motivation und persönliche Entwicklung in den Blick nehmen.
Besonders deutlich wurde an diesem Tag, wie sehr sich die Rolle von Lehrkräften verändert. Lehrerinnen und Lehrer werden zunehmend zu Lernbegleitern, Coaches und Unterstützern individueller Lernprozesse. Regelmäßige Coaching-Gespräche, selbstorganisierte Lernzeiten und die Stärkung von Eigenverantwortung spielen dabei eine immer größere Rolle – Entwicklungen, die inzwischen auch an vielen Schulen in Osnabrück spürbar sind.
Auch das gesamte Kollegium der Thomas-Morus-Schule nahm an dem Impulsvortrag zu Beginn des Tages teil und arbeitete anschließend in einer schulinternen Fortbildung weiter an den eigenen Entwicklungsprozessen.
Immer deutlicher wird dabei: Schule befindet sich im Wandel – auch in Osnabrück. Netzwerke entstehen, Schulen tauschen sich aus, neue Ideen werden erprobt und weiterentwickelt. Viele Schulen machen sich gemeinsam auf den Weg, Lernen neu zu denken und Kinder stärker in den Mittelpunkt zu stellen.
Der Tag mit Stefan Ruppaner hat dafür viele wertvolle Impulse gegeben – und vor allem Mut gemacht, Schule weiterzuentwickeln und Zukunft gemeinsam zu gestalten.
